Bisher ist Tom Sosnoff ausgewertet. Geplant: Sheldon Natenberg, Lawrence G. McMillan, Euan Sinclair, John C. Hull, Kasseltrader (Carsten Sippel).

Laufzeit (DTE)

Wie lange sollte die verkaufte Option laufen?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Meist 30 bis 50 Tage, bei Short Puts 35 bis 50, bei Strangles 45 Tage.

Einordnung

Längere Laufzeiten geben mehr Puffer und schwanken ruhiger (weniger Gamma), bringen aber weniger Zeitwertverfall pro Tag. Kurze Laufzeiten, etwa wöchentlich, bringen schnelleren Zeitwertverfall, reagieren aber stärker auf Kurssprünge und machen mehr Arbeit.

Strike-Wahl & Delta

Wie weit aus dem Geld sollte der verkaufte Strike liegen?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Am oder knapp innerhalb des Expected Move. Bei Short Puts Delta 16 bis 22, bei Strangles Delta 16 bis 20.

Einordnung

Das Delta zeigt grob die Wahrscheinlichkeit, dass die Option im Geld endet. Delta 16 bis 20 entspricht etwa einer Standardabweichung, also rund 80 bis 84 % Chance, dass der Strike nicht erreicht wird. Je weiter weg, desto sicherer, aber desto weniger Prämie.

Gewinnmitnahme

Wann sollte man einen Gewinn mitnehmen?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Bei den meisten Strategien bei 50 % der kassierten Prämie, beim Iron Condor 30 bis 50 %.

Einordnung

Ist ein großer Teil der Prämie verdient, steht dem Rest oft noch das volle Risiko gegenüber. Frühes Schließen verkürzt die Zeit im Markt und macht Kapital für den nächsten Trade frei.

Volatilität

Wann lohnt sich das Verkaufen von Optionen besonders?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Bei hoher impliziter Volatilität, also hohem IV-Rang. Short Puts bevorzugt ab IV-Rang 30. Volatilität fällt nach einem Anstieg meist wieder.

Einordnung

Hohe Volatilität bedeutet höhere Prämien. Sinkt sie danach wieder, verliert die verkaufte Option zusätzlich an Wert. Aber: Hohe Volatilität hat meist einen Grund, die Kurse schwanken dann auch stärker.

Prämie bei Spreads

Wie viel Prämie sollte ein Spread bringen?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Bei Short Call Spreads und Short Put Spreads rund 30 bis 35 %, also etwa ein Drittel der Spreadbreite.

Einordnung

Je mehr Prämie im Verhältnis zur Breite, desto näher liegt der Spread am Kurs und desto höher ist das Risiko, dass er verliert. Die Gewinnwahrscheinlichkeit ist grob 1 minus Prämie geteilt durch Breite.

Rollen & Anpassen

Was tun, wenn der Kurs gegen die Position läuft?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Beim Strangle die nicht getestete Seite nachziehen. Kombinationen immer als einen Auftrag eröffnen und schließen.

Einordnung

Rollen verschiebt eine Position zeitlich oder preislich, idealerweise für eine zusätzliche Prämie. Es ist kein Allheilmittel: Ein Verlust wird dadurch nicht kleiner, nur verschoben, wenn der Kurs weiter in die falsche Richtung läuft.

Positionsgröße

Wie groß darf eine einzelne Position sein?

Was die Experten sagen
Tom Sosnoff

Positionen klein halten und auf Basiswerte verteilen, die sich nicht im Gleichschritt bewegen.

Einordnung

Viele Stillhalter-Strategien gewinnen oft und verlieren selten, dann aber deutlich. Eine angemessene Größe sorgt dafür, dass ein einzelner Verlust das Konto nicht beschädigt.

Die Angaben geben wieder, was die genannten Experten in ihren Inhalten sagen, in eigenen Worten zusammengefasst. Die Einordnung ist allgemeine Information und keine Anlageberatung. Optionen können zum Totalverlust führen.